Projekt „Gottes Garten. Artenvielfalt auf kirchlichen und diakonischen Flächen“

Blühfläche(Klein-)Flächen im Siedlungsbereich sind oft wichtige „Trittsteine“ für bedrohte Arten. Mit einer Fördersumme von 45.000 € unterstützt das bayerische Umweltministerium kirchliche und diakonische Träger dabei, diese Flächen naturnah und insektenfreundlich zu gestalten. Auf Umgriffsflächen von Kirchengebäuden, Altenheimen oder Kindergärten entsteht so Lebensraum für viele Geschöpfe.

Die Träger der jeweiligen Einzelmaßnahmen können sich um eine finanzielle Unterstützung in Form von Pauschalen (max. 500 €) für eine Erstberatung zur naturnahen Gestaltung von Außenflächen und/oder die Umsetzung von kleineren Maßnahmen (beispielsweise Kauf von Saat- und Pflanzgut, Bodenarbeiten, etc.) bewerben.

Nähere Informationen zur Bewerbung inkl. Leitfaden und Antragsformular gibt es auf der Projekt-Seite der Umwelt- und Klimaarbeit der Evangelisch-Lutherischen Kirche. Dort werden in einem Infoblatt zudem weitere Hinweise zur Gestaltung von naturnahen Flächen, Beauftragung einer Fachkraft für die Erstberatung und Beschaffung von heimischem Pflanzmaterial gegeben.

Bei einer naturnahen und insektenfreundlichen Gestaltung werden heimisches Saatgut, heimische Stauden und Gehölze verwendet. Ideal ist, wenn von Frühjahr bis in den Herbst etwas blüht und über Winter vertrocknete Stängel und Insektenschutzstreifen in Blühwiesen stehen bleiben. Auf chemische Pflanzenschutzmittel und Dünger soll verzichtet werden, ebenso sollte nachts die Beleuchtung zugunsten der Insekten reduziert werden.

Projekt-Seite der Umwelt- und Klimaarbeit der Evangelisch-Lutherischen Kirche

Beispiel: Seniorenzentrum Katharina von Bora in Litzendorf

Traktor fräst und sandet Boden, Foto: Michael WagnerIm Rahmen des Projekts „Gottes Garten. Artenvielfalt auf kirchlichen und diakonischen Flächen“ wurde der Außenbereich des Seniorenzentrums Katharina von Bora in Litzendorf neugestaltet. Unter der Mithilfe vieler Ehrenamtlicher und der Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege im Landkreis Bamberg entstanden neue Lebensräume für Flora und Fauna. Die Bewohnerinnen und Bewohner sowie Gäste und Mitarbeitende freuen sich nun über Blühwiesen, Frühblüher und Gehölze. Aber auch Strukturen wie Totholzhaufen und Steinhaufen als Nist- und Überwinterungsplätze für Insekten und andere Tiere sind wertvolle Lebensräume.

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