Bayerischer Golfverband e.V.

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Mitglied ab 19.06.2020

Bayerischer Golfverband e.V.
Georg-Brauchle-Ring 93
80992 München

Heidrun Klump (Geschäftsführerin)
Tel. 089/157 02 231 umwelt@bayerischer-golfverband.de

Weiterführende Links:

www.bayerischer-golfverband.de

www.bayerischer-golfverband.de/natur

Kurzportrait

Der Bayerischer Golfverband ist der Dachverband der 200 Golfanlagen in Bayern, dessen Satzungszweck die Förderung des Golfsports ist. Die Ausübung des Golfsports erfolgt im Einklang mit der Natur, so sind der Naturschutz und die Förderung der Artenvielfalt eine selbstverständliche Aufgabe in einer Golfanlage. Der Golfsport ist die einzige selbstfinanzierte Sportart, d.h. alle Golfplätze in Bayern sind durch das finanzielle Engagement der derzeit rund 140.000 Mitglieder in den Golfanlangen entstanden. Auf einer Gesamtfläche von mehr als 10.000 Hektar sind auch durch das freiwillige Qualitätsmangementprogramm Golf&Natur im Laufe der Zeit und außerhalb der verhältnismäßig kleinen Spielfläche große Flächen der Artenvielfalt entstanden. Die Teilnahme als Allianzpartner im Rahmen des Blühpakts ermöglicht den Golfanlagen in Bayern noch naturnaher und insektenfreundlicher ihre Golfanlagen zu gestalten.


Ziele im Rahmen der Blühpakt-Allianz

Um dem dramatischen Insektenrückgang entgegenzuwirken, engagiert sich der Bayerische Golfverband gemeinsam mit dem Bayerischen Umweltministerium unter dem Dach der Blühpakt-Allianz. Ziel ist es, auf 30 % der Fläche eines Golfplatzes neue Lebensräume für Insekten zu schaffen. Dazu legen die Golfplätze einen Mix aus gebietsheimischen Wiesenblumen, Stauden, Sträuchern und Gehölzen als Nektar- und Pollenspender an. Hinzu kommen Wasserflächen, offene Bodenstellen, Totholz und Insektenhotels. Nach einem abgestimmten Pflegeplan bleiben Ruhe- und Überwinterungsflächen an bestimmten Bereichen der Golfplätze erhalten. Um Sportler und Besucher von den Aktivitäten zu überzeugen, werden aufklärende und motivierende Maßnahmen der Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit gemeinsam durchgeführt.


Erstberatung für Golfanlagen

Sie möchten beim "Blühpakt Bayern" mitmachen und auf Ihrer Golfanlage mehr Lebensräume für Insekten schaffen? Im Rahmen eines Pilotprojektes können sich Golfanlagen für eine kostenlose Erstberatung (ca. 2–3 Stunden) bewerben. Die Beratung liefert Ihnen Empfehlungen zur Verwendung von Pflanzen (Wildblumen, Stauden, Gehölze), Tipps zur Pflege der Flächen und Hinweise zu weiteren Aufwertungsmöglichkeiten. Ziel ist, dass die Beratungshinweise zeitnah umgesetzt werden und Ihre Golfanlage zu einem „Blühenden Golfplatz“ wird.

Wenn Sie Interesse an einer Erstberatung haben, dann geben Sie dies bitte im Textfeld am Ende des Bewerbungsformulars an. Die Entscheidung, wer eine Beratung erhalten kann, trifft das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.


Auszeichnung „Blühender Golfplatz“

Bewerben Sie sich hier für die Auszeichnung Blühender GolfplatzBayerns Golfanlagen bieten gute Voraussetzungen, um Insekten verloren gegangene Lebensräume zurückzugeben. Ein „ganzjähriges“ Angebot blühender Pflanzen, Strukturangebote sowie ein durchdachter Pflegeplan sind die Grundlagen dafür, dass sich Insekten in bestimmten Bereichen von Golfanlagen erfolgreich ansiedeln. Neben einem Beitrag für den Erhalt der Artenvielfalt Bayerns, führen Blühwiesen auch dazu, dass sich Mitglieder und Gäste in Golfanlagen wohlfühlen.
Vorbildliche Golfanlagen, die bestimmte Mindestkriterien erfüllen, können vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz eine staatliche Auszeichnung als „Blühender Golfplatz“ erhalten.

Die Mindestkriterien sind:

  1. Mindestens 30 % der Freiflächen der Golfanlage sind naturnah gestaltet.
    Dies bedeutet insbesondere ein durchgängiges Blütenangebot von Frühjahr bis Herbst aus heimischen Pflanzen wie zweijährige Wiesenblumen, Stauden, Sträucher und Gehölze.
    Hierzu wird eine Dokumentation vorgelegt.

  2. Bei der Pflege der Blühwiesen sind folgende Punkte zu beachten:
    • Die Mahd erfolgt 1-3 Mal pro Jahr auf jeder Fläche.
    • Die Mahd der jeweiligen Fläche erfolgt abschnittsweise; Teile der Fläche bleiben bei jeder Mahd als Nahrungsangebot und zur Entwicklung für Insekten stehen.
    • Um die Nährstoffrückfuhr zu reduzieren, sollte Schnittgut von den Flächen entfernt werden. Zunächst muss von der stets selben Fläche mit mindestens 1.000 m2 das Schnittgut abtransportiert werden. Ziel ist es, diesen Flächenanteil schrittwese zu erhöhen.
    • Es wird ein Pflegeplan zur Durchführung der Mahd vorgelegt.

  3. Für den Erhalt von Fortpflanzungs- und Überwinterungsstätten für Insekten bleiben Bereiche der Blühwiesen über den Winter ungemäht stehen.
    Im Pflegeplan zur Durchführung der Mahd wird ebenfalls festgelegt, welche Bereiche der Flächen über den Winter ungemäht stehen bleiben.

  4. Mindestens zwei Strukturhilfen, wie z.B. Insektenhotels, liegendes/stehendes Totholz, Sandflächen, Lesesteinhaufen oder insektengerechte Kleingewässer, sind vorhanden.

  5. Es erfolgt keine flächige Verwendung chemischer Pflanzenschutzmittel.
    Werden Pflanzenschutzmittel auf den Spielflächen eingesetzt, darf keine Wind-Abdrift erfolgen; der Einsatz erfolgt vorzugsweise morgens oder abends.

  6. Es erfolgt kein Einsatz torfhaltiger Substrate bei der Gestaltung und Pflege von Freiflächen.

  7. Ein effektiver Insektenschutz braucht eine Bewusstseinsänderung im Umgang mit Natur und eine Verbreitung fachlichen Wissens. Um Mitgliedern, Spielern und Gästen zu erklären, was es mit der Blühpakt-Allianz und der naturnahen Gestaltung zur Schaffung von Lebensräumen für Insekten auf sich hat, werden Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit und Wissensbildung durchgeführt und eine Beschreibung mit der Bewerbung vorgelegt.

 

Bewerben Sie sich hier für die Auszeichnung Blühender Golfplatz