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Tipps für einen insektenfreundlichen Garten

Wer einen Garten sein Eigen nennt oder einen Balkon nach seinen Vorstellungen gestalten darf, kann eine Menge für die heimische Flora und Fauna tun. Pflanztröge und Blumenkästen, Beete und Rabatten, aber auch Rasenflächen, Einfahrten, Hausdächer und -fassaden können wertvolle Lebensräume sein. Richtig angelegt, erfreuen sie nicht nur ihre menschlichen Nutzer, sondern bieten auch Insekten und vielen anderen wildlebenden Tieren und Pflanzen ein Zuhause.

So gestalten Sie Ihren Garten naturnah und insektenfreundlich

Pflanzen Sie einheimische Wiesenblumen, Stauden, Sträucher und Bäume

Verwenden Sie in Beeten, Pflanzkübeln und Balkonkästen einheimische Wildpflanzen, denn unsere Insektenwelt ist an die hier vorkommenden Pflanzen angepasst – und umgekehrt. Die blütenbesuchenden Insekten ernähren sich vom Pollen und Nektar der Blüten, die sie im Gegenzug bestäuben. Geeignete Pflanzen für verschiedene Standorte sind in unserer Broschüre „Gemeinsam für mehr Artenvielfalt“ zusammengestellt.

Verwenden Sie Pflanzen mit ungefüllten Blüten

Züchter haben Pflanzen mit großen, gefüllten Blüten entwickelt, um Menschen zu erfreuen. Diese Blüten haben aber weder Pollen noch Nektar, sind also für blütenbesuchende Insekten wertlos. Dagegen bieten Pflanzen mit ungefüllten Blüten Nahrung für tausende einheimische Arten von Bienen, Schwebfliegen, Käfer und Schmetterlinge. Wählen Sie deshalb ungefüllte Blüten.

Schaffen Sie von Frühjahr bis Herbst ein durchgängiges Blütenangebot

Ein insektenfreundlicher Garten oder Balkon steht das ganze Jahr über in Blüte: Den Anfang machen im zeitigen Frühjahr Zwiebelgewächse und Weiden, gefolgt von blütenreichen Sträuchern und Bäumen. Nach dem üppigen Sommer mit bunten Wiesen hält der spätblühende Efeu bis in den Herbst Nektar und Pollen bereit.

Mähen Sie Ihre Blumenwiese nie komplett

Lassen Sie immer einen Teil Ihrer blühenden Wiese stehen. Denn diese ungemähten Flächen bieten weiterhin Nahrung, Nistplätze und Verstecke für Insekten und Spinnen. Lassen Sie auch einen Teil Ihrer Wiese über den Winter stehen und mähen Sie diesen erst im späten Frühjahr.

Schneiden Sie Stauden erst im späten Frühjahr zurück

So erhalten Sie wichtige Winterquartiere. Denn zwischen, an und in den abgeblühten Stängeln überwintern viele Insekten. Im Frühling schlüpft daraus eine neue Generation.

Begrünen Sie Zäune und Wände mit Kletterpflanzen

Auch Kletterpflanzen bieten reichlich Nahrung auf kleinem Raum. Der spät im Jahr blühende Efeu ist mit seinen unscheinbaren Blüten eine wertvolle Nektarquelle.

Verzichten Sie auf torfhaltige Substrate, Mineraldünger und Pestizide

Der Torfabbau zerstört Moore und damit den Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere, die an diesen Standort angepasst sind. Intakte Moore schützen zudem unser Klima, denn sie speichern große Mengen an CO2. Verzichten Sie auf Dünger und Pflanzenschutzmittel. Ein naturnaher Garten schließt mineralischen Dünger und chemische Pflanzenschutzmittel grundsätzlich aus. Biene & Co. werden es Ihnen danken!

Lassen Sie Altholz stehen oder liegen, sofern es niemanden gefährdet

Totholz, besonders auch stehendes Totholz, ist für viele Insekten und andere Tiere ein wichtiger Lebensraum. Lassen Sie, wenn möglich, einen Teil des Stammes stehen oder schichten Sie an einem sonnigen Platz einen Totholzhaufen auf.

Legen Sie Trockenmauern oder Steinhaufen an

In den Ritzen und Hohlräumen unverputzter Mauern und Steinhaufen finden neben Insekten auch Eidechsen, Blindschleichen oder Kleinsäuger Unterschlupf und Winterquartiere. Besonnte und schattige Standorte sind für jeweils unterschiedliche Tiere attraktiv. Mit einer lehmverfugten Natursteinmauer stellen Sie zudem Baumaterial und Nistmöglichkeiten für Wildbienen zur Verfügung. Trockenmauern lassen sich sehr gut mit Holz-oder Reisighaufen kombinieren.

Dulden Sie eine wilde Ecke im Garten

Vermeintlich ungepflegte Bereiche mit vertrockneten Stängeln, verwelkten Blüten oder auch ungeliebten Pflanzen sind wichtige Rückzugsorte für zahlreiche Insekten. Eine „wilde Ecke“ ist die einfachste Methode, Artenvielfalt zu fördern. Denn Brennnesseln, Giersch und andere Wildkräuter sind als Futterpflanzen lebenswichtig für die Jugendstadien viele unserer Insekten. Entfernen Sie Herbstlaub nicht restlos, sondern häufeln Sie es unter Hecken und Gehölzen an. Zu Haufen zusammengerechtes Laub bietet vielen Tieren im Winter einen sicheren Unterschlupf.

Schaffen Sie Wasserstellen mit Ansitzmöglichkeiten

Auch Tiere haben Durst! Füllen Sie in Ton- oder Keramikgefäße regelmäßig frisches Wasser und legen Sie Steine hinein, damit Vögel – aber auch Insekten – ohne Gefahr trinken können.

Legen Sie einen Gartenteich an

Viele Tiere benötigen Wasser als Lebensraum. Auch viele Pflanzen sind an feuchte oder nasse Standorte angepasst. Schaffen Sie in Ihrem Garten mit einem fischfreien Teich eine Oase für Amphibien, Libellen und Wasserkäfer.

Achten Sie auf eine insektenfreundliche Außenbeleuchtung

Verwenden Sie LED-Leuchten mit Bewegungsmelder. So wird störendes Licht für nachtaktive Tiere reduziert. Bevorzugen Sie Lichtquellen, die nach oben und zur Seite abgeschirmt sind: So werden sie nicht zur tödlichen Falle.

bienen-iconNoch mehr Informationen finden Sie in der Broschüre „Gemeinsam für mehr Artenvielfalt“


Gartenzertifizierung "Bayern blüht - Naturgarten"

Der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege e.V. vergibt nach einer Gartenzertifizierung die Plakette „Bayern blüht – Naturgarten“ an private Besitzer von naturnahen Gärten. Mehr Informationen gibt es bei der Bayerischen Gartenakademie und beim Bayerischen Landesverband für Gartenbau und Landespflege e.V.

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