Markt Burgebrach

  • Regierungsbezirk: Oberfranken
  • Landkreis: Bamberg

Paradies für Tier und Mensch

Das Blühprojekt

Nachhaltigkeit und ein ausgeglichenes Ökosystem sind für den Markt Burgebrach von großer Bedeutung. Deshalb entwickelt die Marktgemeinde als Starterkit-Kommune entlang von Fuß- und Radwegen arten- und blütenreiche Flächen auf einer Fläche von 2460 m², die einer Vielzahl von heimischen Insekten zusätzlichen Lebensraum und wertvolle Nahrungsquellen bieten. Die öffentliche Zugänglichkeit und zentrale Lage der Blühflächen war der Marktgemeinde dabei ein besonderes Anliegen. Alle Bürgerinnen und Bürger, insbesondere Kinder, sollen selbst Natur und Artenvielfalt direkt in ihrem Wohnort erfahren können.

Übersicht der umgesetzten Maßnahmen:

  • Blühflächen mit heimischen Wildpflanzen
  • Sandarium mit einer Trockensteinmauer als Umrandung
  • Totholz- und Wurzelstrukturen


Öffentlichkeitsarbeit

Projekt mit Kindern/Jugendlichen/Umweltbildung Printpresse Infotafeln

Gesamtlageplan

Besonderheiten des Projekts

Sandarium
Das "Sandarium" ist eine Nachbildung von natürlichen, trockenen Sandlebensräumen mit Abbruchkanten oder offenen Bodenstellen. Es kann sowohl als bodenebene Fläche als auch als erhöhtes Beet mit einer Mauer o.Ä. als Begrenzung gebaut werden. Sie erfüllen zugleich zwei Funktionen auf einer naturnahen Fläche:

  • die offenen, bewuchsfreien Stellen dienen als Nistplatz, in dem bspw. Wildbienen ihre Niströhren anlegen. Knapp ¾ aller Wildbienenarten nisten im Boden, nur ein kleiner Teil der Arten nutzen die Röhren aus Insektennisthilfen.
  • Aufgrund des mageren Substrats können Pflanzenarten im Sandarium wachsen, die auf anderen Standorten nicht vorkommen. Sie sind auf nährstoffarme und trockene Bedingungen angepasst und bieten vielen spezialisierten Insekten, aber auch häufiger vorkommenden Arten wie Hummeln, Pollen und Nektar.


Totholz
Auf keiner naturnahen Fläche sollte Totholz fehlen! Anders als der Name klingt, steckt Totholz voller Leben: Käfer, Würmer, Spinnen sowie Wespen und Wildbienen, die als Zweitbesiedler in den Fraßgängen der Totholzkäfer ihre Eier ablegen, leben in oder am Totholz. In größeren Totholzstrukturen finden auch Igel, Erdkröten und Co. einen Unterschlupf. Wichtig ist auch hier eine große Vielfalt: stehend, liegend, besonnt, beschattet, verschiedene Baumarten und Größen. Außerdem sollte kein Nadelholz verwendet werden. Der Markt Burgebrach hat im Sandarium einen Laubbaumstamm und Wurzelstock als liegende Elemente integriert.


Kontakt

Bei Fragen zum Projekt können Sie sich an die Kommune wenden.


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