Markt Gößweinstein

  • Regierungsbezirk: Oberfranken
  • Landkreis: Forchheim

Blühender Kurpark

Das Blühprojekt

Ein bunt blühendes Insektenbiotop wurde im Kurpark Gößweinstein auf einer ehemaligen Liegewiese angelegt. Ziel der Umgestaltung ist die Förderung der Biodiversität als auch die Sensibilisierung der Kurparkbesucher zum Thema Artenvielfalt und Insektenschutz. Die umgestaltete Fläche soll zum Nachdenken und Nachmachen anregen und das Bewusstsein für "Wilde Ecken" und Artenvielfalt erhöhen.
Die Umgestaltung fand im April 2024 im Rahmen einer Blühpakt-Bauhofschulung gemeinsam mit Bauhofmitarbeitenden aus neun Gemeinden statt.
Folgende Maßnahmen wurden durchgeführt:

  • Entsiegelung eines asphaltierten Bereichs
  • Entfernung der nicht-heimischen Bepflanzung
  • Anlage eines Sandariums, das mit heimischen, trockenheitsresistenten Wildpflanzen bepflanzt wurde (u.a. Blutwurz, Sonnenröschen und Oregano)
  • Einbau von stehendem und liegendem Totholz
  • Schaffung einer Wasserstelle
  • Bestehender Wildobststreifen wird durch einen Weg zugänglich gemacht
  • Pflanzung von Hunds- und Apfelrosen neben dem Sandarium

Öffentlichkeitsarbeit

Projekt mit Kindern/Jugendlichen/Umweltbildung Mitmachaktionen Printpresse Infotafeln

Gesamtlageplan

Besonderheiten des Projekts

Belebte Umgebung 
Kleine Fläche - große Wirkung! Die neu gestaltete Fläche liegt in unmittelbarer Nähe zu einer Kneippanlage, einem Höhenschwimmbad, einer Disc-Golf-Anlage, einem Hotel sowie einem Kindergarten und erreicht somit verschiedenste Zielgruppen. 


Sandarium 
Das "Sandarium" ist eine Nachbildung von natürlichen, trockenen Sandlebensräumen mit Abbruchkanten und offenen Bodenstellen. Es kann sowohl als bodenebene Fläche als auch als erhöhtes Beet mit einer Mauer o.Ä. als Begrenzung gebaut werden. Sie erfüllen gleich zwei Funktionen auf einer naturnahen Fläche: 

  • die offenen, bewuchsfreien Stellen dienen als Nistplatz, in dem bspw. Wildbienen ihre Niströhren anlegen. Knapp ¾ aller Wildbienenarten nisten im Boden, nur ein kleiner Teil der Arten nutzen die Röhren aus Insektennisthilfen. 
  • Aufgrund des mageren Substrats können Pflanzenarten im Sandarium wachsen, die auf anderen Standorten nicht vorkommen. Sie sind auf nährstoffarme und trockene Bedingungen angepasst und bieten vielen spezialisierten Insekten, aber auch häufiger vorkommenden Arten wie Hummeln, Pollen und Nektar. 

Totholz 
Auf keiner naturnahen Fläche sollte Totholz fehlen! Anders als der Name klingt, steckt Totholz voller Leben: Käfer, Würmer, Spinnen sowie Wespen und Wildbienen, die als Zweitbesiedler in den Fraßgängen der Totholzkäfer ihre Eier ablegen, leben in oder am Totholz. In größeren Totholzstrukturen finden auch Igel, Erdkröten und Co. einen Unterschlupf. Wichtig ist auch hier eine große Vielfalt: stehend, liegend, besonnt, beschattet, verschiedene Baumarten und Größen. Außerdem sollte kein Nadelholz verwendet werden. Die Gemeinde Gößweinstein hat all diese Punkte umgesetzt. Es bleibt spannend, welche Arten sich dort in den kommenden Jahren ansiedeln werden!

Kontakt

Bei Fragen zum Projekt können Sie sich an die Kommune wenden.


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