Stadt Bad Wörishofen

  • Regierungsbezirk: Schwaben
  • Landkreis: Unterallgäu

Kurpark artenreiches Bachufer

Das Blühprojekt

Mit Unterstützung der Stadt Bad Wörishofen entstanden zusätzliche Lebensräume für Insekten und andere Arten. Die Fläche befand sich als artenarme Vielschnittwiese im naturnahen Pflegekonzept; sie wurde regelmäßig gemäht und das Mähgut abtransportiert. Ziel des Projekts war, einen artenreichen Bachsaum mit blütenreicher Wiese und gebietseigenen Sträuchern zu schaffen und diesen durch vielfältige Strukturelemente wie Totholz, Steinhaufen und Trockenmauern aufzuwerten. Geplant und umgesetzt wurden Maßnahmen wie Mahdgutübertrag und gezielte Ausmagerung der Fläche, die Pflanzung standortgerechter Sträucher sowie das Anlegen von Sand- und Reisighaufen, Trockenmauern und Totholzhaufen. Zudem wurden Nisthilfen und weitere Strukturelemente zur Förderung von Insekten, Kleintieren und Vögeln installiert. Eine Flächenschau diente der Bestandsaufnahme und Priorisierung; Nachsaaten und Beteiligungsaktionen fanden statt. Die Aufwertung wurde in den vorhandenen Barfußpfad integriert und mit Informationen zur Natur ergänzt.
Im Rahmen eines Blühpakt Bayern-Aktionstags führten der Rotaract-Club Bad Wörishofen-Mindelheim und die Ortsgruppe Bad Wörishofen des Bund Naturschutz gemeinsam ein ganztägiges Projekt zur Förderung der Artenvielfalt durch. Dabei wurden eine Artenvielfaltsarche, ein Insektenhotel sowie eine Benjeshecke errichtet; insgesamt beteiligten sich 28 Personen, davon acht Kinder. Die Bezeichnung Arche nimmt Bezug auf die biblische Arche Noah als Schutzraum für Tiere und Menschen und wurde hier übertragen, um die Anlage als Schutz- und Lebensraum für verschiedene Arten zu kennzeichnen. Aus dem Holz einer Linde und einer Robinie, die aus verkehrssicherheitsrelevanten Gründen gefällt werden mussten, wurde Totholz in Form eines Schiffes aufgebaut und mit Steinhaufen, Ziegelhaufen, einem Sandarium und einer Igelhöhle gefüllt; außerdem wurde die Fläche entlang des Studweidbaches mit Totholzstämmen abgegrenzt. Auf der Wiesenfläche wurde - soweit keine Wurzelräume von Sträuchern oder Bäumen betroffen waren - die Grasnarbe entfernt und das Substrat durch mehrfache Fräsdurchgänge im Wochenrhythmus geebnet. Anschließend wurde autochthones Wildblumensaatgut gewonnen und auf den vom Landschaftspflegeverband betreuten Flächen der Stadt Bad Wörishofen angesät und gewalzt. Im Rahmen eines späteren Kinderferienprogramms wurde zusätzlich eine dreiseitige Lehmwand errichtet, die als Nisthilfe für grabende Wildbienen und Wespen dient, indem sie natürliche Steilwände simuliert.
Das Projekt wurde zudem in einer Bauhof-Schulung zur ökologischen Pflege öffentlicher Flächen vorgestellt; Ziel der Präsentation war insbesondere, möglichst viele Gruppen und Einzelpersonen für neue Maßnahmen zu gewinnen und Visionen zu visualisieren. Der Bezug zu Kneipp ergibt sich daraus, dass sowohl Bad Grönenbach als auch Bad Wörishofen Kneipp-Kurorte sind und die Region häufig als Kneipp-Land bezeichnet wird.

Öffentlichkeitsarbeit

Mitmachaktionen Infotafeln

Gesamtlageplan

Partner des Projekts

  • Landschaftspflegeverband Unterallgäu e.V
  • Baufhof Bad Wörishofen
  • Gartenbauamt Bad Wörishofen

Besonderheiten des Projekts

Kontakt

Bei Fragen zum Projekt können Sie sich an die Kommune wenden.


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