Pilotprojekte

Initiative "natürlich Bayern" wird neuestes Mitglied im Blühpakt Bayern

Der "Blühpakt Bayern" wird künftig durch die landesweite Initiative "natürlich Bayern" des Deutschen Verbandes der Landschaftspflegeverbände und der Bayerischen Landschaftspflegeverbände unterstützt.

Mehr Blühflächen durch Landschaftspflegeverbände

Zusammen mit den Landschaftspflegeverbänden wird in den kommenden fünf Jahren eine bayernweite Kampagne starten. 30 Projekte mit hunderten insektenfreundlichen Maßnahmen sollen in den Landkreisen und Kommunen umgesetzt werden. Beispielsweise wird von geeigneten Spenderflächen Saatgut gewonnen, was dann auf "eh-da-Flächen" ausgesät wird, also auf Flächen, die bereits ungenutzt vorhanden sind. Als weiteren Kernpunkt der Projekte werden die Landschaftspflegeverbände die Kommunen und die Öffentlichkeit ausführlich über insektenfreundliche Flächenbewirtschaftung beraten.

Der ehemalige Umweltminister Dr. Marcel Huber hat die Initiative auf einer Blühfläche des Projektes "Biotopvernetzung auf Gemeindeflächen" des Landschaftspflegeverbandes Altötting vorgestellt und als hervorragendes Beispiel für einen ortsnahen und vor allem effektiven Naturschutz bezeichnet.

Ehemaliger Umweltminister Dr. Marcel Huber mit Samenerntemaschine Ehemaliger Umweltminister Dr. Marcel Huber mit Samenerntemaschine Ehemaliger Umweltminister Dr. Marcel Huber mit Samenerntemaschine

 


Erfolgreiches Silphie-Projekt in Oberfranken

Die Becherpflanze Silphie ist eine innovative und gleichzeitig naturverträgliche Alternative zu herkömmlichen Energiepflanzen wie etwa dem Mais. Das ist das Ergebnis eines großflächigen Demonstrationsanbaus in Oberfranken.

Im Rahmen des von der Regierung von Oberfranken durchgeführten Projektes werden auf insgesamt 100 Hektar Fläche Silphiepflanzen angebaut. Die Eignung der Silphie als Alternative speziell zum Mais wird dabei unter fachlicher Begleitung durch das Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ) untersucht. Dabei zeigten sich vielfältige Vorteile, wie etwa ein besserer Erosionsschutz, weil die Pflanze dank ihrer dichten Wurzeln den Oberboden besser und ganzjährig schützt. Daneben profitiert die Artenvielfalt, denn ein Einsatz von Pestiziden und Herbiziden ist beim Silphie-Anbau nahezu nicht notwendig. Außerdem bindet die Silphie als mehrjährige Pflanze die Nährstoffe besser, was das Grundwasser schont.

 

 

 

 


Blühendes Schönberg

Unter dem Motto „Bienen-Bauern-Bürgermeister – gemeinsam für die Artenvielfalt“, setzt die Gemeinde Schönberg ein Zeichen gegen das Tier- beziehungsweise Artensterben, indem sie viele Blühflächen, wie zum Beispiel an Feldrändern oder auf unbebauten Flächen, anpflanzten und somit Lebensraum und Nahrung für Insekten schufen.

Viele Bauern, darunter auch Bürgermeister Alfred Lantenhammer und Gastwirt Franz Esterl, die selbst Landwirte sind, aber auch viele andere Bürger beteiligten sich an diesem Projekt und bewirtschafteten freie Flächen mit blühenden Gräsern und Blumen. So leistet jeder von ihnen einen großen Beitrag um dem zunehmenden Insektensterben entgegenzutreten.

Der ehemalige Umweltminister Dr. Marcel Huber und Bürgermeister Alfred Lantenhammer rufen andere Gemeinden, aber auch Einzelpersonen, dazu auf, dem Beispiel der Gemeinde Schönberg zu folgen und Blühflächen zu schaffen, um dem Artenschwund entgegenzuwirken.